Tagebuch 2019

Die Tagebücher der Jahre 2006 - 2018 finden Sie im Archiv.

27. Januar 2019, Heilige Messe in St. Mauritius, Berlin-Lichtenberg

Am 3. Sonntag im Jahreskreis (letzter Sonntag nach Epiphanias) war die Ökumenische Seniorenkantorei unter Leitung von KMD Konrad Winkler wieder einmal zur Mitfeier und Mitgestaltung des Sonntagsgottesdienstes in die St. Mauritius-Kirche gekommen. Die Hl. Messe begann mit einem festlichen Einzug in die mit vielen Blumen und auch noch mit dem Weihnachtsbaum geschmückte Kirche. Gemeindepfarrer Msgr. Winfried Onizazuk wurde von einer großen Gruppe Messdiener begleitet und Organist Ralph Fischer spielte das prachtvoll klingende Menuett II aus der Feuerwerksmusik (1748, HWV 351) von G. F. Händel. In seiner Begrüßung erinnerte Pfarrer Onizazuk an Katastrophen und Ereignisse der letzten Zeit und nahm die Menschen „draußen" mit hinein in das Gebet.

Der Chor sang aus der Missa ne timeas Maria (für gemischten Chor a cappella) von Giovanni Giacomo Gastoldi (1550-1622):
Kyrie, Gloria, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei.
Zur Kommunion sang der Chor Tochter Zion, freue dich (G. F. Händel, 1747).
Im Wechsel mit der Gemeinde wurden Gelobet seist du, Jesus Christ (T: M. Luther, Chorsatz: K. Winkler, 2016) und Wir glauben Gott im höchsten Thron (Melodie: Christian Lahusen, vor 1945; Chorsatz: K. Winkler, 2019) gesungen.

Pfarrer W. Onizazuk bezog sich in seiner Predigt auf die Lesung aus Nehemia 8,2-4a. 5-6.8-10. und auf das Evangelium aus Lukas 1,1-4; 4,14-21. Im Evangelium beschreibt Lukas den bewegenden Moment, als Jesus, nachdem er in der Synagoge aus der Buchrolle des Propheten Jesaja vorgelesen hat, diese schließt und sagt: „Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt." Durch die Botschaft Jesu geschieht Verwandlung, sie ist für unser Leben Gegenwart und Ermutigung.

Bei den Fürbitten wurde u.a. an die gerade zu Ende gegangene Gebetswoche für die Einheit der Christen und ihr Anliegen, dass die Kirchen eine gemeinsame geistliche Mitte finden mögen, erinnert.

In das festliche Morgenlob dieses Gottesdienstes fügte sich das Orgelnachspiel ergänzend ein: Rigoudon von dem französischen Komponisten André Campra (1660-1744).

Der Chor dankt für die eigens für die Seniorenkantorei gesammelte Türkollekte und für die vorbereiteten warmen Getränke nach der Hl. Messe.

M.S.

24. Februar 2019, Gottesdienst in der St. Marien, Berlin-Mitte

Am Sonntag Sexagesimae (noch etwa 60 Tage sind es bis Ostern) war die Ökumenische Seniorenkantorei unter Leitung von KMD Konrad Winkler eingeladen, den Gottesdienst in St. Marien musikalisch mitzugestalten. Pfarrerin Cordula Machoni hieß die Gemeinde herzlich willkommen und erinnerte daran, dass die Zeit des Zugehens auf Ostern begonnen hat.

Der Chor sang aus der
Missa ne timeas Maria (für gemischten Chor a cappella) von Giovanni Giacomo Gastoldi (1550-1622): Kyrie, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei.

Der Gottesdienst war inhaltlich geprägt durch die Taufe eines jungen Mannes. Die eindrucksvolle Taufzeremonie fand ihren Abschluss in dem Lied Gott hat das erste Wort, das der Chor im Wechsel mit der Gemeinde sang (Melodie: Gerhard Kremer, Chorsatz: Konrad Winkler, 2019). „In seinen starken Händen liegt Ursprung, Ziel und Sinn" - so die letzte Zeile des Liedes.
Zur Thematik passend predigte Pfarrer Gregor Hohberg über die Pupurhändlerin Lydia aus der Stadt Thyria, die sich mit „ihrem Haus" taufen ließ (Apg 16, 2-15). Lydia ließ sich von Gottes Wort in die Verantwortung nehmen, die Taufe war erst der Beginn ihres religiösen Lebens. Das gilt heute ebenso für jeden, der sich vom Wort motivieren und sich taufen lässt. Aber das Wort allein genügt nicht - es braucht die Begegnung und den Austausch mit anderen Menschen. –

Zum Abendmahl sang der Chor die Motette Mein Gott, der du hoch bauest (Satz: Paul Becker, 1659).
Organist Martin Dirnberger begleitete Chor und Gemeindegesang und spielte zum Abschluss Te Deum (Tempo di Marcia) von Aloÿs Claussmann (1850-1926). Durch sein beschwingtes, fast zum Tanzen einladendes Spiel erwies Dirnberger der Frühlingssonne, die den Kirchenraum füllte, alle Ehre. Es ist jedes Mal eine Freude zu spüren, wie sich in der Weite und Höhe des gotischen Gewölbes von St. Marien die Töne von Gesang und Orgel entfalten können.

M.S.

31. März 2019, Gottesdienst mit Abendmahl, Berliner Dom, Berlin-Mitte

Am Sonntag Laetare leitete Organist Jonas Sandmeier mit seinem freudigen Spiel der Choralbearbeitung von Von Gott will ich nicht lassen, BWV 685, den Gottesdienst musikalisch ein und Pfarrer Michael Kösling führte mit dem Wochenspruch "Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt" (Johannes 12,24) hin zur Liturgie. Er begrüßte die Gemeinde und die Ökumenische Seniorenkantorei mit ihrem Leiter KMD Konrad Winkler, die von der Orgelempore aus mit folgenden Beiträgen die Abendmahlsfeier begleitete:

Introitus Laetare (Psalm 84, 6-8.12) und Antiphon (Jesaja 66, 10-12); Kyrie, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei aus "Missa Princeps Pacis" von William Lloyd Webber (1914-1982), an der Orgel begleitet von J. Sandmeier; Jesu, meine Freude (Weise und Satz: Johann Crüger, 1653) - im Wechsel mit der Gemeinde;
Wenn das Weizenkorn … (Motette zum Sonntag Laetare, Satz: Konrad Winkler, 1992). Der Chor sang die Motette im Anschluss an das Evangelium aus Johannes 12, 20-24, wodurch das gesprochene Wort der Verkündigung seine unmittelbare Fortsetzung fand.

Domprediger Kösling sprach über Johannes 6, 47-51, über das "Brot des Lebens". Eindrucksvoll schilderte er, wie sich der heutige Mensch um das tägliche Brot ‚abrackert in einer Welt zwischen Fettleibigkeit und millionenfachem Hungertod'. Die Kinder sagen uns, dass es so nicht weitergehen kann. Und er fragte danach, wie ernst nehmen wir es, dass Jesus sagt, er wolle uns das "Brot des Lebens" geben? Von diesem Brot zu kosten würde in der Konsequenz bedeuten, unser Verhältnis zur Welt zu verändern. Das Schicksal von Menschen, Tieren und Pflanzen ließe uns nicht mehr unberührt, wir würden reagieren und anderen das Leben gönnen, damit die Welt weiterleben kann.

Diese Gedanken wurden in dem von der Gemeinde gesungenen Lied Du bist das Brot, das den Hunger stillt aufgenommen. Zum Abschluss der Gottesdienstfeier brachte Jonas Sandmeier die Choralbearbeitung von Jesu, meine Freude von Johann Peter Kellner (1705 - 1772) zu Gehör.

Die kalte, frühe Morgenstunde - in der Nacht waren die Uhren auf die Sommerzeit umgestellt worden - war durch das Gemeinschaftserlebnis von Gebet, Chor- und Gemeindegesang, Schriftwort und Orgelspiel fast vergessen, bis uns beim Hinausgehen ein eisiger Wind auf den Stufen des Berliner Doms empfing.

M.S.

28. April 2019, Heilige Messe in St. Dominicus, Berlin-Gropiusstadt

Am ersten Sonntag nach Ostern, dem Weißen Sonntag (die Neugetauften trugen bis zu diesem Tag ihre weißen Taufgewänder), sang die Ökumenische Seniorenkantorei unter Leitung von KMD Konrad Winkler im 11-Uhr-Gottesdienst in St. Dominicus. Vorausgegangen war dort der Familiengottesdienst. Daher feierte Pfarrer i.R. Joachim Kucklick nur mit einer kleineren Schar von Gläubigen die heilige Messe. In dem einladenden, hellen, runden Kirchenbau hängt seit Ende 2018 über dem Altar, in der Kuppel, ein Lichtkreuz, das der Künstler Ludger Hinse (geb. 1948) eigens für diesen Raum geschaffen hat. Es bewegt sich, es bekommt Licht durch die Glaskuppel und den Leuchter in der Kirche. Dadurch entsteht ein Farbspiel und die Blicke werden nach oben – zum Himmel – gelenkt. So wird das Kreuz zum Zeichen der Hoffnung, es weist hin auf etwas, das über den Tod hinausgeht. Vor einem Jahr sahen wir ein solches Lichtkreuz in St. Hedwig. Man bezeichnet ein Lichtkreuz auch als Himmelsleiter. Es ist in der Tat ein österliches Zeichen!

Während der heiligen Messe sang der Chor aus „Missa Princeps Pacis“ (Friedefürst-Messe) von
W. Lloyd Webber (1914-1982): Kyrie, Gloria, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei;
die Motette „Gelobt sei Gott, der Vater unsers Herrn …“ (Satz K. Winkler, 1991);
das Lied „Zu dieser österlichen Zeit“ (Satz J. Eccard, 1553-1611). Chor und Gemeindegesang wurden an der Orgel von Ulrich  Wünschel begleitet.

Pfarrer Kucklick predigte über den Evangeliumstext Johannes 20, 19-31, der von den Erscheinungen Jesu vor den Jüngern berichtet. So wie der Auferstandene in die Gemeinschaft der Jünger kam, wie er sich dem zweifelnden Thomas einzeln zuwandte, so ist auch für uns die Gemeinschaft mit den anderen und die Zuwendung zu dem Einzelnen wichtig. Der Auferstandene möchte, dass wir uns von ihm „berühren“ lassen. Dann wird es möglich sein, zu vergeben und Frieden zu schaffen.

Im wahrsten Sinne ungewöhnlich gestaltete sich der musikalische Abschluss der Messe. K. Winkler ging auf den Vorschlag von U. Wünschel ein, dass der Chor nach dem Segen noch einmal das Gloria singen möge. Nicht nur der Chorleiter, sondern auch die meisten Sängerinnen und Sänger reagierten im ersten Moment – ähnlich wie Thomas – etwas „ungläubig“, doch dann erfüllte das Lob Gottes erneut den Raum und erfreute die noch anwesenden Zuhörer.

M.S.

19. Mai 2019, Chorfest in der St. Johanniskirche, Berlin-Moabit

… das liegt noch in der Zukunft. Sie sind auch hierzu wieder herzlich eingeladen!